Die Hängematte:
Mehr als nur ein Stück Stoff

Ob zwischen zwei Palmen am Strand oder zwischen zwei Eichen im Stadtpark: Die Hängematte ist das universelle Symbol für Freiheit und Entspannung.

Inhalt des Ratgebers
Entspannung in der Hängematte im Grünen

Warum du eine Hängematte brauchst

Eine Hängematte ist weit mehr als nur eine Alternative zur Gartenliege. Sie ist ein orthopädisches Wunderwerk und ein psychologischer Anker zugleich. Wenn du dich in die diagonale Liegeposition begibst (die sogenannte "brasilianische Liegetechnik"), wird dein Rücken optimal gestützt. Im Gegensatz zu einer weichen Matratze, die Druckpunkte erzeugt, verteilt der Stoff dein Körpergewicht gleichmäßig. Das entlastet die Bandscheiben sofort spürbar und kann bei chronischen Rückenschmerzen wahre Wunder wirken.

Darüber hinaus hat das sanfte Schwingen eine fast hypnotische Wirkung auf unser Gehirn. Studien legen nahe, dass das Wiegen die Gehirnwellen synchronisiert und uns schneller in tiefere Schlafphasen gleiten lässt. Es ist also kein Zufall, dass wir in einer Hängematte oft "nur kurz die Augen schließen" wollen und dann zwei Stunden tief und fest schlafen. In einer immer hektischeren Welt ist die Hängematte dein tragbarer Rückzugsort ("Portable Peace"), den du überallhin mitnehmen kannst – sei es in den eigenen Garten, in den Park oder auf Weltreise.

Welcher Typ bist du?

Der Reisende

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Der Genießer (Garten)

Klassische Tuch- oder Stabhängematte. Oft aus Baumwolle oder wetterfestem EllTex. Maximale Bequemlichkeit, braucht aber Platz.

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Der Ästhet (Mit Gestell)

Wenn keine Bäume da sind: Ein edles Holzgestell macht die Hängematte zum Design-Möbelstück auf der Terrasse.

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Befestigung am Baum: So schützt du die Natur

Das Aufhängen einer Hängematte im Park oder Wald ist eine großartige Möglichkeit, Zeit in der Natur zu verbringen. Doch mit großer Freiheit kommt große Verantwortung. Früher nutzte man dünne Seile, die sich bei Belastung tief in die weiche Rinde der Bäume einschnitten. Dies kann die lebenswichtigen Leitbahnen des Baumes (das Kambium) dauerhaft schädigen und den Baum im schlimmsten Fall sogar absterben lassen. Das ist der Grund, warum Hängematten in manchen Parks heute kritisch gesehen werden.

Die Lösung sind moderne Baumgurte (Tree Straps). Diese breiten Polyesterbänder (mindestens 2,5 cm, besser 4-5 cm breit) verteilen die Last auf eine viel größere Fläche und schonen die Rinde effektiv. Außerdem sie sind kinderleicht zu bedienen: Du schlingst den Gurt um den Stamm, fädelst das Ende durch die Schlaufe und hakst deine Hängematte mit einem Karabiner in eine der vielen vorbereiteten Ösen ein. Kein Knoten, kein Rutschen und vor allem: Kein schlechtes Gewissen gegenüber der Natur. Achte immer darauf, nur gesunde, kräftige Bäume (mindestens 20-25cm Durchmesser) zu wählen.

Naturschutz-Tipp

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Die brasilianische Liegetechnik: Nie wieder Rückenschmerzen

Wer zum ersten Mal in eine Hängematte steigt, macht oft intuitiv alles falsch: Man legt sich der Länge nach hinein – wie eine Banane. Das Ergebnis? Der Rücken ist krumm, die Schultern werden zusammengedrückt und der Stoff schließt sich über dem Gesicht wie ein Kokon. Nach 10 Minuten zwickt es im Kreuz.

Die Profis in Südamerika machen es anders: Sie nutzen die Diagonallage. Lege dich quer in die Hängematte, sodass dein Kopf und deine Füße jeweils in Richtung einer Ecke zeigen (ca. 30-45 Grad Winkel). Der Effekt ist verblüffend: Durch das diagonale Liegen spannt dein Körper den Stoff auf. Die Liegefläche wird fast komplett flach, ähnlich wie bei einer Matratze. Dein Rücken bleibt gerade und wird dennoch überall gestützt. In dieser Position kannst du stundenlang schlafen, lesen oder sogar auf der Seite liegen.

Tuch- oder Stabhängematte: Der ewige Kampf

Dies ist die Gretchenfrage beim Kauf. Die Stabhängematte (mit den Holzleisten an den Enden) sieht im Garten unschlagbar gut aus. Sie hängt immer straff und lädt förmlich zum Hineinlegen ein. Ihr großer Vorteil: Sie wirft keinen Schatten, du bekommst also überall Sonne ab. Ihr Nachteil: Sie ist kippelig! Der Schwerpunkt liegt hoch, eine falsche Bewegung und du landest im Gras. Die brasilianische Liegetechnik funktioniert hier nicht.

Die Tuchhängematte (ohne Stab) sieht unbenutzt eher unscheinbar aus, da sie wie ein Sack herunterhängt. Doch sobald du drin liegst (diagonal!), entfaltet sie ihren Komfort. Sie ist extrem kippsicher – man kann kaum herausfallen, was sie zur ersten Wahl für Familien mit Kindern macht. Zudem ist sie leichter zu waschen (ab in die Maschine) und zu verstauen.

Die perfekte Aufhängung: Die Formel für den Durchhang

Hängt sie zu straff, ist sie unbequem. Hängt sie zu locker, schleifst du mit dem Po am Boden. Wie findet man die goldene Mitte? Für klassische Tuchhängematten gibt es eine einfache Faustformel: y = x / 2.

Das bedeutet: Die Höhe der Aufhängepunkte (y) sollte etwa die Hälfte des horizontalen Abstands (x) betragen. Beispiel: Wenn deine Bäume 4 Meter auseinander stehen, befestige die Gurte in ca. 2 Metern Höhe. Die Hängematte sollte leer einen tiefen Bogen beschreiben, wie der untere Teil einer Banane. Nur so hast du genug Stoff-Reserven, um dich diagonal hineinzulegen.

Material-Check: Baumwolle vs. Fallschirmseide

Für den heimischen Garten ist Baumwolle (oder ein Kunstfaser-Gemisch wie EllTex) immer noch der König. Der Stoff ist dick, weich, wärmt leicht und fühlt sich natürlich auf der Haut an. Allerdings: Baumwolle ist schwer und trocknet langsam. Eine nasse Baumwollmatte wiegt gefühlt eine Tonne.

Für Backpacker und Reisende gibt es daher Reisehängematten aus Fallschirmseide (Nylon/Polyamid). Dieses Material ist dünn wie Papier, aber reißfest wie ein Sicherheitsgurt. Eine solche Matte wiegt oft nur 300-500 Gramm und passt in die Hosentasche. Sie nimmt keine Feuchtigkeit auf und ist nach einem Regenschauer in Minuten trocken. Nachteil: Der Stoff ist rutschig und kühlt bei Wind schnell aus.

Waschen & Pflege: So bleibt sie frisch

Eine Hängematte ist ein Gebrauchsgegenstand. Schweiß, Sonnencreme und Gartenschmutz setzen ihr zu. Die gute Nachricht: Tuchhängematten ohne Stab und Reisehängematten kannst du meistens einfach in die Waschmaschine stecken (30°C Schonwaschgang). Wichtig: Binde die Aufhängeschnüre vorher mit einem Haargummi oder einer Kordel zusammen, sonst kommen sie als unlösbares Knäuel aus der Maschine!

Stabhängematten darfst du meist nur per Hand waschen, da die Holzstäbe nicht abnehmbar sind und in der Maschine aufquellen oder die Trommel beschädigen würden. Egal welches Modell: Der Trockner ist tabu! Häng sie einfach nass auf, das Eigengewicht zieht sie beim Trocknen wieder glatt in Form.

Häufige Fragen zu Hängematten

Wie befestige ich eine Hängematte am Baum ohne Schäden?

Das Wichtigste sind breite Gurte (Tree Straps). Niemals dünne Reepschnüre direkt um die Rinde legen, das schneidet den Saftfluss des Baumes ab. Baumgurte gibt es schon für wenig Geld und sie sind in Sekunden montiert.

Faustformel für den Abstand?

Die Hängematte muss durchhängen, damit du diagonal liegen kannst (Rückenfreundlich!). Als Faustformel gilt: Die Aufhängehöhe sollte etwa die Hälfte des horizontalen Abstands betragen (Höhe = Abstand / 2).

Kann ich in der Hängematte schlafen?

Ja, sehr gut sogar! In Südamerika ersetzen Hängematten oft das Bett. Wichtig ist die diagonale Liegeposition, damit der Rücken gerade bleibt. Viele berichten, dass sie so schneller einschlafen.

Darf die Hängematte in die Waschmaschine?

Tuch- und Reisehängematten (ohne Holzstab): Ja, bei 30°C. Wichtig: Schnüre verknoten oder in einen Wäschebeutel geben! Stabhängematten dürfen meist nur von Hand gewaschen werden.

Was ist besser: Tuch oder Stab?

Tuch: Stabiler, bequemer (diagonal), waschbar, kindersicher. Stab: Dekorativer, wirft keinen Schatten (Sonnenbaden), aber kippelig.

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